Selbstkonzept >> Wer bin ich?


NLP-Selbst-Konzept

Das Selbst–Konzept erschließt sich als Konstrukt, Bild oder als die Vorstellung, welche du von dir selbst entwickelt und verankert hast. Es sind die Denkweisen, über deine Fähigkeiten, Eigenschaften, Vorlieben, Gefühle und Verhaltensweisen, die dein Selbstbild geformt haben.


Dein Selbstbild (bezieht sich stärker auf psychische u. stimmungsmäßige Aspekte) deckt sich teilweise mit deiner Identität (Werte + Glaubenssätze, siehe Block).

 

Dieses wird modelliert aus der Summe aller Glaubenssätze, woraus du dich definierst und die dich zu der Person macht, die du bist (etwas Einzigartiges). Es handelt sich vermutlich um das wichtigste Überzeugungs-System (beschreibt, wie, wo, durch wen…und mit welchen Hilfsmitteln Überzeugungen gebildet werden) jedes Menschen.

 

Du handelst und urteilst in Übereinstimmung mit deiner Identität, so, wie du es für dich selbst für wahr erachtest, ob dieses den Tatsachen entspricht oder nicht. Die Art und Weise, wie du dich wahrnimmst, beeinflusst in hohem Maße, wie du denkst, fühlst, dich verhältst, dich motivierst, lernst und welche Ziele Du für möglich hältst - was du dir  zutraust oder wovor du dich ängstigst. Das Bild, das du von dir selbst entwickelt hast, ist aufgrund deiner Erfahrungen und Prägungen entstanden (Erfolge – Misserfolge, Gedanken über dein Selbst oder die Art und Weise, wie du Reaktionen anderer auf dich selbst deutest).

 

Dieses von dir entwickelte Selbstbild kann dich stärken und beflügeln, oder es setzt dir Grenzen, für das, was du gedanklich für wahr hältst. Dein Selbstbild bestimmt, wie sehr du dein Leben und die Welt liebst und wie viel du in Deinem Leben erreichen wirst.

 

Alles was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben."

Buddha


Im NLP gelten Identitäts-Konstrukte (Repräsentation deiner Identität auf dein Selbst-Bild), wie auch alle anderen Konstrukte, als prinzipiell veränderbar. Die Arbeit an deinem Selbst, gleicht einer Entdeckungsreise zu den Bereichen deiner verborgenen Fähigkeiten, Eigenschaften und Ressourcen.


Übung: Wer bin ich?

Nun möchte ich dich bitten, lehne dich  zurück und versetze dich in einen Zustand von Neugierde und Entspannung. Schließe die Augen und denke an dich selbst, lasse deinen Gedanken freien Lauf. (Vermeide jegliche Bewertung)


Aktiviere Dein Selbst-Bild:  Halte, wenn möglich, während der gesamten Übung die Augen geschlossen.


Stelle dir nun vor, wie du aus deinem  assoziierten “Ich Zustand“ hinaus trittst und du dich selbst, bildlich im Ich-dissoziiert sehen kannst. Du bist der Betrachter Deines Selbst. Halte dieses Bild fest.


Betrachte dich nun von außen und erforsche, in welcher Distanz, Größe, Farbe und Klarheit dein Selbst-Bild vor dir steht. Mache nun dein Bild größer und lasse dich näher kommen. Nimm dabei dein Gefühl (im kinästhetischen Selbst) wahr. 


Spiele nun mit deinem Selbst-Bild. Verschiebe es nach Belieben oder verändere die Farbe, Intensität und den Gesichtsausdruck. Nimm dabei wiederum dein Gefühl wahr.


Welche Gedanken/Gefühle stellen sich spontan ein? Experimentiere und verändere dein Bild so lange, bis sich ein gutes Gefühl im kinästhetischen Selbst einstellt. Halte dieses Selbst-Bild fest, oder vielleicht gelingt es dir sogar, es näher und näher kommen zu lassen, um es dann völlig in deinem Selbst aufzunehmen. 


Diese kleine Übung, kann dir helfen, einen liebevollen Zugang zu dir selbst zu finden. Gehe in einen Gefühlszustand von: Ich bin wertvoll, ich habe Ressourcen und Fähigkeiten, ich kann mich bereichern, ich kann den Zustand wählen, den ich haben möchte. (Übung macht den Meister - gebe nicht auf!)


Diese und die folgende Übung zum Thema "Werte" habe ich aus meinen Schulungsunterlagen von „diedenkweisen“ entnommen und für dich ausgewählt, weil sie mir damals im ersten Schritt, mich selbst zu erforschen, sehr berührt und bereichert haben.


„Erkenne Dein Selbst, vertraue Deinem Selbst, bereichere es und finde den Ausdruck Deines Selbst: Denn Du bist die einzige Person, mit der Du Dein gesamtes Leben lebst.“

Johann Kluczny