Ziele für eine neue, gestärkte Art zu leben und zu wachsen.

Eine Erkenntnis der neurowissenschaftlichen Forschung lautet:

 

Schon eine kleine positive Veränderung oder eine Neuheit aktiviert unser Belohnungssystem im Gehirn.

 

Wenn du eine Aufgabe gelöst, oder ein Vorhaben erfolgreich umgesetzt hast, fühlst du dich anschließend so richtig gut. Dein Belohnungssystem im Gehirn zündet ein Feuerwerk der Glückshormone. Dabei ist deine Neugierde eine der wichtigsten Triebfedern für eine Veränderung. Sie trägt dazu bei, dass du öfter mal die Richtung wechselst (Gewohntes verlassen).

 

Du hast sicherlich schon das Feuerwerk der Glückshormone gespürt, aber du kennst auch das Gefühl, wenn gute Vorsätze (ich sollte gesünder leben), oder konkrete Ziele (ich will eine Fremdsprache lernen), wie Seifenblasen zerplatzen. Einen Schuldigen findest du rasch. Der innere „Schweinehund“ lässt sich nur schwer an der Leine halten, ähnlich einem Dackel bei der Fuchsjagd. Einige deiner Ziele werden nur halbherzig oder gar nicht angegangen. Selbst Ziele, die du für wichtig und nützlich erachten, werden immer wieder verschoben.

 

Die Gründe hierfür sind vielfältig

Zielbeispiel: Ich möchte mich in meinem beruflichen Alltag mehr abgrenzen. Öfter mal „Nein“ sagen. Hinter dem ursprünglichen Verhalten (zu wenig abgrenzen) steht ein starker persönlicher Wert als Nutzen (positive Absicht). Dieser könnte sein: Ich erhalte Anerkennung und Lob. Ich möchte sozial – empathisch – sein. Oder ich gehe lieber einer Auseinandersetzung aus dem Weg. Ich befriedige mein Harmoniebedürfnis.

 

Die Umsetzung deines Ziels wird durch einen starken persönlichen Wert, der dir einen Nutzen bringt, behindert.

  • Du glaubst, der Weg zur Veränderung ist mühsam. Veränderung bedeutet, ich muss die eigene Komfortzone verlassen.
  • „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ - Seneca
  • Du kannst dir kein alternatives Verhalten vorstellen. Du glaubst, du hättest keine andere Wahl.
  • Weil du nicht wissen kannst, welche Konsequenzen das neue Verhalten hat, macht es dir Angst und du bleibst im bekannten Muster.

Dies sind Vermeidungsstrategien, um Enttäuschungen, Schuldgefühlen und/oder Kränkungen aus dem Weg zu gehen.

  • Du traust es dir einfach nicht zu. Tief verwurzelte Glaubenssätze blockieren deine Fähigkeiten. (Siehe Block Glaubenssätze)

Zum Glück fällt es dir nicht grundsätzlich schwer, die gesetzten Ziele erfolgreich umzusetzen. Den Beweis, erlebst du täglich mehrfach.

 


Worin besteht nun der Unterschied zwischen den Zielen, die du mit Freude und Leichtigkeit angehst und denen, die es dir so schwer machen?

Ziele, die rein vernunftgesteuert sind, also keine Verbindung zu deinem Unbewussten (Emotionen) aufnehmen können, entwickeln keinen Sog der Begeisterung. Ziele, die dich motivieren, stehen zusätzlich in engem Bezug mit deinem Wertesystem, deinen Lebensregeln/Grundannahmen (Glaubenssätze) und dem Selbstbild (Bild/Konstrukt, welches du von dir selbst hast).


Wenn du dich für ein Ziel entschieden hast, solltest du dir die Zeit nehmen, dieses schriftlich zu formulieren. Erst dadurch wird aus deinem Ziel, das ja bisher nur in deinem Kopf existiert, etwas Handfestes - Konkretes. Dein Ziel wird geboren. Du bekennst dich damit zu deinem Ziel. Folgende Kriterien (NLP-Wohlgeformtheitskriterien) sollten du bei der Formulierung beachten:

1. Formuliere dein Ziel positiv:

Hier ist es wichtig, dass deine Formulierung keine Negation (z.B. nicht mehr so nachgiebig sein, mich abgrenzen) und keine Vergleiche (nicht mehr so) enthalten. Diese halten den Fokus auf das Problem aufrecht.

 

Damit es Dir leichter fällt, Dein Ziel positiv zu formulieren, stelle Dir folgende Fragen:

 

Was macht mich so unzufrieden (Problem)?

 

Eine mögliche Antwort: Meine Bedürfnisse geraten ins Hintertreffen.

 

Was möchte ich stattdessen? Zum Beispiel: Mehr Zeit für mich, Familie, Interessen etc. Was ändert sich? Zum Beispiel: Zeit für mich, hat den gleichen Stellwert wie Arbeit in meinem Tagesplan. Woran werde ich merken, dass ich mein Ziel erreicht habe? Z.B.: Ich fühle mich ausgeglichen und zufrieden.

 

Dein Ziel könnte nun lauten: Ab heute nehme ich mir täglich eine Stunde Zeit für meine Bedürfnisse!

2. Aktive Beteiligung und selbst erreichbar sein:

Was genau müsstest du tun, um dein Ziel zu erreichen? Wie wird der erste Schritt sein? Z.B.: Ich organisiere feste Zeiten für meine Bedürfnisse (Tag und Zeitpunkt). Ich informiere mein Umfeld.

3. Angemessene Größe – Ist das Ziel realistisch?

Ein zu großes Ziel kann schnell lähmend wirken, ist es zu klein, entsteht zu wenig Motivation. Denke darüber nach, welche Fähigkeiten, Ressourcen und Möglichkeiten du zur Umsetzung freisetzen könntest. Benötigst du andere Menschen, um dein Ziel zu erreichen? Wen genau und wofür?

4. Spezifiziert

Dein Ziel sollte konkret definiert sein, damit du es nicht aus den Augen verlierst.

5. Sinnesspezifisch

Was genau wirst du sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen, wenn du dein Ziel erreicht hast? Schaue in die Zukunft und tue so, als ob du dein Ziel schon erreicht hättest (als-ob-Rahmen). Welche Veränderung nimmst du wahr?

6. Ökologischer Rahmen

Im NLP-Coaching ist es besonders wichtig, die Ökologie (Umfeld) desjenigen zu berücksichtigen, der sich Ziele setzt, damit es zu keinen Widersprüchen oder Spannungsverhältnissen mit anderen Aspekten der eigenen Person kommt. Dies bedeutet, je mehr dein Ziel mit deiner Persönlichkeit (Werte) übereinstimmt, desto motivierter und konsequenter gehst du in die Umsetzung.

 

Stelle Dir folgende Fragen:

 

  • Wenn ich mein Ziel erreicht habe, ist es das, was ich wirklich will?
  • Was gebe ich auf?
  • Was ist das Beste, an der Erfüllung meines Ziels und hat es die Wirkung, die ich mir wünsche?
  • Was hat sich konkret erfüllt?
  • Was wird sich verändern oder passieren, wenn ich bekomme, was ich will?
  • Welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf meine Lebensbereiche?
  • Wer bin ich (Identität), wenn ich mein Ziel erreicht habe?

 

NLP- Coaching ist zielgerichtet und definiert sich als lösungsorientierter Begleitungsprozess und hilft dir, eigene Potenziale freizusetzen und optimiert deren Umsetzung. Entscheidungen fällen, wieder handlungsfähig werden, Klarheit gewinnen.


Du habst immer drei Wahlmöglichkeiten: Sieh es positiv! Verändere es! Verlasse es!

Auf diesem Weg, deine eigenen Ziele (und nicht die, von denen du nur glaubst, dass es deine sind) zu erreichen, möchte ich dich gerne begleiten. Damit du in Zukunft bewusst und zufrieden lebst, Herausforderungen des Alltags meisterst und mehr Zeit für die Dinge hast, die dein Leben lebenswert machen.