Wann ist man(n) ein Mann?

"Tabuthema Burn out"  Chronischer Erschöpfungszustand 

Herbert Grönemeyers Songtext über Männer ist immer noch aktuell und zutreffend.

Umschreibt dieser Song doch die Werte, Denkweisen und Überzeugungen, die von vielen Männern gelebt werden.

So heißt es in diesem Text einerseits:

Männer nehmen in den Arm...

Männer geben Geborgenheit...

Männer sind so verletzlich...

Männer brauchen viel Zärtlichkeit...

Eigenschaften und Fähigkeiten, die Männer heute und das ist auch gut so, ausleben dürfen und können.

 

Und anderseits:

Männer stehen ständig unter Strom...

Männer sind allzeit bereit...

Männer bestechen durch ihr Geld und ihre Lässigkeit...

Männer sind furchtbar stark....können alles...kriegen` nen Herzinfarkt... sind einsame Streiter...

müssen durch jede Wand immerweiter und sind furchtbar stark.

 

Die Liste ist in Wirklichkeit noch viel länger und es sind Fähigkeiten und Werte die im Alltag in den verschiedensten Kontexten harmonisch gelebt werden wollen.

So sind es gerade die "neuen Männer", die sich mit viel Empathie den Aufgaben von Familie und Partnerschaft stellen möchten. Andererseits die berufliche Karriere nicht aus den Augen verlieren möchten.

Beginnt hier das Dilemma?

Die Statistik zeigt: Es sind gerade die Männer im Alter zwischen 35 und 50 Jahren, in der sogenannten

"Rushouer des Lebens", die sich ausgebrannt fühlen und an einem hochgradigen körperlichen, emotionalen und geistigen Erschöpfungszustand leiden.

Eine Phase, in der viel vereinbart und unter einem Hut gebracht werden muss:

Erfolg im Beruf, Partnerschaft, Familie, Erwerb der eigenen vier Wände und mit zunehmendem Alter die Sorge und Unterstützung der eigenen Eltern und zeitgleich die berufliche Weiterentwicklung um nicht von jüngeren

Kollegen/innen überrollt zu werden.

Betroffen sind besondes engagierte, hoch motivierte, aufopferungsvolle und pflichtbewusste Männer. Es ist eine Entwicklung, die mit der Zielsetzung hoher Werte und Ideale beginnt und am Ende im Erkennen der eigenen körperlichen Einschränkungen zu einer emotionalen Desillusionierung und Apathie führt.( Keine Depression)

 

Hier höre ich schon Stimmen von außen... die sagen, diese Aufgaben und Werte verfolge ich auch, dennoch leide ich an keinem Burn- out- Syndrom. Das stimmt und dies hat auch gute Gründe......jedoch kein Grund überheblich, wertend oder gar zynisch zu werden.

 

Auf den schleichenden Prozess eines Burnout - Syndroms möchte ich in diesem Rahmen nur stichwortartig eingehen:

- Erste körperliche Erschöpfungsmermale/Zustände und Unzufriedenheit.

- Selbstzweifel machen sich breit. Die Arbeit wird zur großen Belastung. Die Motivation fällt schwer auch für

   die schöne Dinge.

- Gleichgültigkeit und Sinnlosigkeit bestimmen die Gedanken . Die Arbeit und soziale Kontakte werden als

   Balast empfunden.

- Verzweiflung und  Ängste ( tägl. Angst in Situationen, die objektiv nicht angstmachend sind ) mit innerer

   Unruhe.

Teufelskreis: Die Konzentrationsfähigkeit ist stark eingeschränkt - Schlaflosigkeit, weil die Gedanken nicht zur Ruhe kommen ohne Lösungsansätze.

 

In diesem Stadium würde im Cockpit Ihres Autos die rote Warnlampe aufleuchten.

Was nun zu tun ist, ist jedem Mann selbstverständlich ganz schnell klar....und ohne zu zögern wird die nächste Werkstatt angefahren.

 

Hier die gute Nachricht: Burn-out ist keine psychische Erkrankung. Es handelt sich um ein überlastetes Reizfiltersystem, welches auf Dauer zum körperlichen und seelischen Zusammenbruch führt.

Midizinisch es ist es ratsam, dass ebenso gestresste Imunsystem durch Vilalstoffe zu unterstützen und zu verbessern.

In einem Persönlichkeitscoaching heisst es nun inne halten und wahrnemen, was im Innen und Außen los ist. 

Was wollen mir meine Kraftfresser eigentlich sagen?

Holen Sie sich eine fachkundige, kompetente Unterstützung. Denn Ihre inneren Anteile ( Gefühle, innere Stimmen, Bilder, Wahrnehmungen etc.) und Ihre Werte, Überzeugungen, Denkweisen sind Ursache einer Strategie, die Sie in diese Sackgasse hineingeführt haben.

Voricht, kein Grund diese Persönlichkeitsanteile zu verteufeln!

Im Gegenteil, um aus diesem Dilemma hinaus zu kommen heisst es nun die Friedenspfeife rauchen und wertschätzend mit allen Sinnen (hören, fühlen, sehen...) was diese rebelligen inneren Persönlichkeitsanteile Ihnen eigentlich mitteilen möchten. Vielleicht wollen sie Ihnen sogar Gutes tun?!

Denn genau diese Persönlichkeitsanteile haben alle eine positive Absicht. Diesen gilt es auf den Grund zu gehen.

Beispiel: Sie versuchen vielen Menschen gerecht zu werden...Der da hinter stehende Wert könnte sein:" Ich bin hilfsbereit"....Die positive Absicht könnte sein: " Anerkennung und Lob ."

 

Hier eröffnen sich spannende Einblicke hinter die Kulissen und die Strategie ins Dilemma wird deutlich.

Auf dem Weg zur Lösung geht es nun um die Akzeptanz der positiven Absichten. Erst dann kann es weiter gehen in Richtung Auswertung. Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

 

Hier würde der Kölner sagen: "Fott domit bruche mer nit." 

Die verbleibenden Werte -  positven  Absichten benötigen nun noch eine neue Umsetzungsstrategie.

 

Alle weiteren Schritte kann ich in diesem Rahmen nur kurz anschneiden, denn es geht mir in erster Linie darum Ihnen Mut zu machen, eine hoffnungslose Sichtweise umzuwandeln in eine Zuversichtliche.

 

Nun die weiteren Schritte:

Verlassen Sie die Opferrolle und übernehmen Sie Eigenverantwortung. Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse und nehmen Sie ihre Leistungsgrenze wahr.( Wahrnehmungsschulung)

Werden Sie aktiv und entdecken Sie neue Ziele für Ihr Leben. (  Ziele positiv formulieren

und auf Realisierbarkeit überprüfen). Lösungsorientierung - Zukunftsorientierung

                                                                                                                

Zum Abschluss möchte ich meine Metapher noch einmal aufgreifen.

Benachrichtigung Ihrer Autowerkstatt.

Sie können Ihr Auto wieder abholen. Alle elektronischen Verbindungen wurden überprüft, alle Kontakte wieder hergestellt, frisches Motoröl (Lebensenergie) aufgefüllt.

Sie können wieder Gas geben..... 

aber bitte achten Sie auf eine regelmässige Pflege und Wachtung, damit der (Ihr) Motor noch lange rund läuft.

 

Seien Sie offen für Veränderung und

herzliche Grüße

 

Helga Schauff

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